Glitter, Glamour, große Emotionen: Die Sängerin DARA hat den 70. Eurovision Song Contest 2026 für Bulgarien gewonnen – und damit Musikgeschichte geschrieben. Für das Hairstyling aller Artists war einmal mehr die Premium-Haarpflegemarke Moroccanoil verantwortlich. Werft mit uns einen Blick auf die Hair-Highlights des Events und hinter die Kulissen – mit Lead-Stylist Angelo Fraccica.
Inhaltsübersicht
- Hairstyling voller Leidenschaft
- Eurovision Hair Couture: Die Looks des Abends
- Die ESC-Trends
- Backstage mit „Head of Hair“ Angelo Fraccica
- Über den Eurovision Song Contest
Der ESC 2026 hat wieder einmal gezeigt, dass der Wettbewerb weit mehr ist als ein buntes Musikspektakel: Als globale Popkultur-Show verbindet er Menschen über Ländergrenzen hinweg. Unter dem Motto „United by Music“ feierten Millionen Zuschauer weltweit 70 Jahre Eurovision – mit einer Inszenierung, die optisch, musikalisch, technisch und emotional neue Maßstäbe setzte. Künstlerinnen und Künstler aus 35 Nationen standen auf der Bühne, beim Voting wurden Stimmen aus 148 Ländern abgegeben – ein eindrucksvoller Beleg für die große Strahlkraft des Wettbewerbs.
Hairstyling voller Leidenschaft
Moroccanoil war bereits zum sechsten Mal Hauptsponsor des ESC. Der Wettbewerb spiegelt die Identität von Moroccanoil in Diversität, Performance und Klasse wider – die Kooperation ist daher ein Perfect Match.
Ein 34-köpfiges, internationales Hairstylisten-Team sorgte in Wien dafür, dass alle Mitwirkenden bei jeder Probe und jeder Show mit einem Hairstyling auf die Bühne gehen konnten, mit dem sie sich 100% wohlfühlten. Eine Aufgabe, die Können, viel Leidenschaft und starke Nerven erforderte.
Die Looks durchliefen bei jeder Performance den ultimativen Stress-Test – lange Nächte, wilde Dance-Moves, Garderobenwechsel, die Windmaschine und natürlich der ein oder andere Schweißtropfen stellten die Stylings auf eine harte Probe.
Der Style von Siegerin DARA: Langes Haar, kontrastreiche Coloration in dunklem Braun und Blond, Mittelscheitel, softe Wellen mit einigen getwisteten Strähnen – einfach individuell.
Eurovision Hair Couture: Die Looks des Abends
Die ESC-Trends
In unserer Galerie oben haben wir einige Hair-Highlights vom ESC zusammengestellt. Welche Trends waren am häufigsten zu sehen?
– Lange und sehr lange Haare: glatt, mit Scheitel, üppig gelockt oder gewellt, auch mit Extensions
– Locken & Wellen: natürlich bewegte Texturen von sanften Wellen bis hin zu Coily Hair ebenso wie glamouröse Hollywood-Waves
– Braids: Als Total Look oder als trendiges Element in Langhaar-Styles
– Wet Looks: sleek und glänzend gestylt, clean mit Scheitel oder Buns
Backstage mit „Head of Hair“ Angelo Fraccica

Wir haben Angelo Fraccica, Moroccanoil Educator und „Head of Hair“ beim Eurovision Song Contest, getroffen und gefragt, wie die Arbeit hinter den Kulissen abläuft:
TOP HAIR: Angelo, ihr seid hier mit 34 Stylist*innen vor Ort. Wie setzt sich das Team zusammen?
Angelo Fraccica: Es sind zum einen Stylisten direkt von Moroccanoil hier. Zum anderen haben wir Stylisten, die mit Moroccanoil-Produkten bei sich im Salon arbeiten und über eine Competition ins Team gekommen sind. Sie stellen sich vor, schicken Videos von ihren Arbeiten und werden dann ausgewählt.
TH: Wie sind die Abläufe, vom ersten Treffen bis zum großen Finale?
Wir sind gut zwei Wochen vor dem Finale in Wien angekommen – erst mal nur die Lead-Stylisten. Wir haben dann in der ersten Woche jeden Tag mit sieben bis acht Ländern gesprochen, mit allen Artists und dem Management, um zu erfahren, was sie sich vorstellen, wie die Haare aussehen sollen. Auch das Make-up-Team kommt dazu. Wir sammeln alle Infos, jedes Detail, machen Fotos von allen Mitwirkenden und erstellen ein Look-Book daraus.
Dann kommen die übrigen Stylisten dazu. Wir stellen vor, welches Land welchen Look will, erklären, welche Produkte benutzt werden, und was extra bedacht werden muss, zum Beispiel, wenn jemand Extensions bekommt. So wissen am Ende alle Bescheid.
Das heißt, ihr entwickelt alle Looks direkt vor Ort?
Ja genau, wir verfolgen dann auch die Proben und sehen: Okay, das war super, das möchten wir noch lockiger oder der Zopf muss noch etwas höher… Erst, wenn man alles vor der Kamera gesehen hat, kann man entscheiden.
Ist am Ende noch irgendetwas Zufall?
Zufall ist nichts, aber es gibt immer last minute changes und jemand möchte doch noch von einem strengen Zopf auf Wellen und loose switchen.
Und ihr probiert, alles möglich zu machen?
Ja, aber es gibt natürlich Grenzen. Wenn jemand fünf Minuten vor der Show kommt und sagt: „Der Zopf soll doch etwas höher.“, dann kann das einfach nicht gehen.
Was ist die größte Herausforderung?
Die knappe Zeit macht den meisten Druck. Es sind viele Styles und wir müssen sehr gut planen, gerade für die Looks, für die es einen Spezialisten aus dem Team braucht, zum Beispiel für Extensions oder Afro Hair.
Kreiert der ESC denn auch Trends, die den Weg in die Salons finden?
Tatsächlich sehen wir oft die Sachen, die wir die Jahre zuvor gemacht haben. Einige Looks kommen auch immer wieder, weil sie beim Performen einfach gut aussehen und gut funktionieren.
Das sind zum Beispiel strenge Ponytails, mit verschiedenen Scheiteln. Bewegte Texturen. Und Wetlooks. Beim Wetlook kommt es besonders darauf an, dass er dauerhaft nass aussieht, aber nicht nass ist.
In diesem Sommer werden wir viele Wetlooks sehen. Sie sind einfach schön und stehen fast jeder Person.
Verrätst Du uns, wie Du am liebsten Wetlooks stylst?
Bei Moroccanoil gibt es kein spezielles Wetlook-Produkt, aber das Schöne an unseren Produkten ist ja, dass wir alle mischen können. Also, wir trocknen das Haar in Frisurenrichtung, mit oder ohne Scheitel. Und dann benutzen wir „Root Boost“, ein Spray, das eigentlich Volumen gibt, aber wenn man es mit wenig Entfernung ins Haar sprüht und dann nochmal mit dem Föhn drüber geht, fixiert es auf eine besondere Weise, ganz anders als ein Haarspray.
Dann mischen wir unser starkes Haargel „Styling Gel Strong“ mit unserer „Smoothing Lotion – Frizz Control“. Wenn man diesen Mix in großen Mengen ins Haar gibt, bekommt man diesen tollen Nasseffekt, der hält bis zur nächsten Haarwäsche.
Man kann am Ansatz auch den Mix „Styling Gel & Smoothing Lotion“ nehmen und in den Längen nur die „Smoothing Lotion“. Dann ist der Halt oben etwas fester, bleibt aber unten beweglich, ohne dass das Haar nass ist oder die Klamotten verschmutzt. Dann unser starkes Haarspray drauf, in Frisurenrichtung kämmen – das war’s.
Stylt ihr für jede einzelne Probe den kompletten Look?
Ja! Das Gesamtbild vor der Kamera muss immer stimmen. Die Künstler sind vor ihren Auftritten oft sehr aufgeregt und dadurch ganz schön „picky“. Was man aber auch versteht, weil in jedem Auftritt so viele Emotionen drin sind… Der ESC ist ja das Größte überhaupt, es schauen Millionen zu.
Schafft ihr es, dann noch Verständnis zu haben?
Ja, wir atmen durch und wenn man einen Look dreimal neu machen muss, dann ist es halt so. Die Künstler wollen sich vor der Kamera hundertprozentig gut fühlen. Das ist deren Chance, dass die Welt sie sieht. Und wir sind genau dafür da. Ich glaube, deswegen werden wir auch so geschätzt, weil wir nicht nur Friseure, Stylisten sind, sondern weil wir emotional voll dabei sind und diese Ruhe, dieses Gefühl geben: „Ihr seid hier safe!“
Das unterscheidet den ESC wahrscheinlich auch von anderen Events. Hier arbeitet ihr ja viel näher und länger zusammen…
Ja, man lernt sich gut kennen, man fiebert richtig mit allen mit und es entstehen echte Connections. Es tut weh, wenn dann in den Semifinals fünf Teams ausscheiden. Aber so läuft das Spiel eben.
Hast du einen Lieblings-Eurovision-Moment?
Eigentlich viele, denn es geht ja nicht nur um Haar, es sind vor allem die Emotionen. Man sieht Künstler weinen, wenn sie ausgeschieden sind. Und dann wieder eine Künstlerin, die so happy mit ihrem Look war, dass sie Freudentränen in den Augen hatte. Oder ich bekomme eine Nachricht geschickt auf Instagram: „Thank you for taking so much care about us.“ Es ist die Art, wie wir miteinander umgehen. Diese Momente, über das Hairstyling hinaus sind es, die wir uns mitnehmen.
Letzte Frage: Was ist aktuell Dein Lieblingsprodukt im Salon?
Wir haben jetzt zwei neue Sachen rausgebracht und die sind mega. Einmal das „Texture & Volume Powder“, das ist für Volumen und Struktur, in kurzem Haar oder auch bei längerem, schwerem Haar. Toll ist das auch nach dem Sport, einfach aufsprühen, man hat sofort Volumen und Grip.
Und dann unsere „Sculpting Pomade“, die super ist zum Flyaways bändigen, für Zöpfe, Sleek Styles oder auch für kurzes Haar, um ein bisschen Struktur, um Bewegungen im Haar zu bringen – perfekt für den Sommer.

Über den Eurovision Song Contest
Der Eurovision Song Contest (ESC) ist der größte internationale Musikwettbewerb der Welt, bei dem seit dem Jahr 1956 jährlich Künstler*innen aus über 30 Ländern gegeneinander antreten. Veranstaltet von der European Broadcasting Union, verbindet er Live-Musik, Show-Inszenierung und Popkultur zu einem europaweiten TV-Event mit Millionenpublikum.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Songs, sondern auch spektakuläre Bühnenauftritte, visuelle Inszenierungen und ein starkes Gefühl von Vielfalt und Zusammenhalt. Der Wettbewerb wird in einem mehrstufigen Voting entschieden – aus Jury- und Publikumsstimmen – und bringt regelmäßig internationale Karrieren hervor.
Ausgetragen wurde die Jubiläumsausgabe des ESC in der Wiener Stadthalle, Gastgeber war der österreichische Sender ORF.

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